GPi Case – Retro Gameboy selber bauen

Oh Yeah! Da hatte ich richtig Bock drauf. Letztes Jahr hatte Retroflag ein Gameboy Case herausgebracht, welches GPi CASE getauft wurde. Und nun konnte ich das Teil für über einen Monat ausprobieren um zu testen, ob es auch wirklich ein Raspberry Pi Projekt ist, welches länger als ein paar Wochen hält dazu aber später im Fazit mehr.

Das GPi Case hatte ich mir bei BerryBase aus Berlin abgeholt. Der kleine Laden in Adlershof ist bietet viele Raspberry Pi Bauteile und Komponenten an. Für den GPi Case brauchte ich noch einen Pi Zero mit WLAN-Komponente. Über BerryBase.de bestellt und per Abholung das GPi Case und den Pi abgeholt. Kosten: 70,25€

Wer noch keine microSD Karte hat, muss diese noch einberechnen. Wir haben somit ein komplettes Inventar für das Projekt Retro Gameboy.

  • Raspberry Pi Zero mit WLAN
  • microSD Karte
  • Gameboy Gehäuse mit vormontieren Adapterboards
  • USB – DC Kabel
  • Installationsanleitung und ein microSD Kartenleser

Wir fangen damit an, die Gameboy Cartridge auseinander zu nehmen und dort den Raspberry Pi mit dem GPIO-Board zu verbinden. Achtung! Meine Anleitung, die der Packung beilag war etwas anders als die Online-Variante. Danach die vier Schrauben anziehen und die Cartridge in das Gehäuse stecken. Fertig.

Danach kommt – und das ist für mich bei jedem Raspberry Pi das schönste – die Software-Einrichtung. Wahlweise können wir zwischen zwei führenden Retro-Raspberry Pi Projekten wählen. RetroPie oder Recalbox. Ich habe mich für RetroPie entschieden, da das Projekt schon weitaus länger existiert und mehr Updates in regelmäßigen Abständen erhält. Wir flashen die microSD Karte per Etcher und steuern download.retroflag.com an. Warum? Wir müssen unserer frischen Installation noch sagen, dass wir Bild, Ton und einige Eingaben über die GPIO-Pins geleiten werden sollen. Dazu stellt Retroflag einen Patch, der die config.txt anpasst und zwei Bibliotheken hinzufügt.

Danach kann man drei AA-Batterien in das Case einpflanzen oder mit dem mitgelieferten USB-Stromkabel und einer Powerbank das Gerät einschalten. Wenn alles geklappt hat wird man die Tasten über den Installationsassistenten belegen und befindet sich schon in einer fertigen Retro-Umgebung.

Ich hatte vorher noch das WLAN headless konfiguriert und auch das SSH über die microSD Karte aktiviert. Über SSH sollte man noch das Safe Shutdown Script von Retroflag einbinden um somit den On-Off Schalter vom GPi-Case nutzen zu können. Und woher bekommt man jetzt die ganzen Spiele? Naja da gibt es simple Suchanfragen die schnell zum Ziel führen werden.

Nach über 4 Wochen benutz ich das GPi Case immer noch gerne. Mobil habe ich eine riesige Auswahl an NES, SNES, GB und GBA Spielen bereit und genieße somit in regelmäßigen Abständen eine performante Retro-Dröhnung. Mit dem GPi-Case und einem Raspberry Pi Zero hat man also eine stabile Lösung die nicht nach ein paar Tagen auseinander fällt.

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