Torlinientechnik – Was können Hawkeye und Co.?

Oftmals kommt es im Fußball zu knappen Schiedsrichterentscheidungen, die nach den Beobachtungen und dem Gefühl der Schiedsrichter gefällt werden müssen. Dass dabei immer eine der beiden Mannschaften und Fangemeinschaften unzufrieden ist, liegt auf der Hand. Um schlechte Nachreden zu vermeiden und ein noch faireres Spiel zu garantieren, wurde die Torlinientechnik ins Leben gerufen, die von nun an anhand von genauen Berechnungen alle Entscheidungen unterstützen und belegen können. Wir haben uns die verschiedenen Techniken einmal genauer angesehen!

Hawkeye

Die Technik Hawkeye besteht aus sechs bis acht Highspeed-Kameras in jedem Torraum und errechnet anhand der Aufnahmen auf den Millimeter genau, ob der Ball die Torlinie weit genug überschritten hat. Bereits nach einer Sekunde erhält der Schiedsrichter Bescheid darüber, wie die Berechnungen ausgefallen sind, und kann seine Entscheidung dementsprechend fällen. Um die korrekte Berechnung zu ermöglichen, müssen die Kameras so positioniert sein, dass sie den Ball gut sehen können. Nachteile der Technologie sind die hohen Anschaffungskosten der Kameras und die aufwendige Installation des Systems. 2015 führte auch die Bundesliga das System ein, obwohl sie sich, wie Spiegel berichtet, Jahre vorher noch gegen Torlinientechniken gewehrt hatte. Lange Zeit wurde besonders dem Verein FC Bayern München nachgesagt, dass Schiedsrichter grundsätzlich Entscheidungen eher für die Bayern fällen. Dass die Mannschaft seit der Einführung von Hawkeye jede Saison für sich entscheiden konnte, beweist aber wohl das Gegenteil. Die neue Saison der Bundesliga beginnt gerade und in den Quoten von Wettanbietern wie Betfair liegen die Bayern wieder ganz vorne. Sie brauchen wohl nicht zu „schummeln“, um den Sieg einzustreichen.

Goal Control

Die Torlinientechnik Goal Control setzt auf ein ähnliches System. Hierbei werden 14 Kameras eingesetzt, sieben pro Torraum. Nähert sich der Ball der Torlinie und überschreitet sie vielleicht sogar, können jede Kameras die Position genau errechnen. Zusätzlich stellen die Kameras auch Videoclips und Animationen zur Verfügung, die für Replays eingesetzt werden können und auf Bildschirmen an das Publikum übertragen werden. Die Kameratechnik wird mittlerweile z. B. in der portugiesischen Liga eingesetzt und auch die französische Liga hat bereits Test mit der Technologie durchgeführt.

GoalRef

Der sogenannte GoalRef wird bereits in großen Spielen eingesetzt und wurde auch bereits von der WM angewendet. Die Technologie besteht aus Antennen, die an den Toren aufgestellt werden und dabei ein schwaches Magnetfeld produzieren. Der Ball, mit dem gespielt wird, muss dann mit einer Spule ausgestattet werden, die das Magnetfeld beeinflussen kann, sobald sie nahe genug herankommt. Mithilfe dieser Veränderungen im Magnetfeld kann die Technologie ganz genau errechnen, wo sich der Ball gerade befindet. Übertritt der Ball die Torlinie, so wird ein Signal an alle Schiedsrichter versandt, die mit einer passenden Uhr ausgestattet sind. Das einfache System ist kostengünstiger als die Alternativen, hat jedoch auch einige Nachteile. So wird nämlich das Signal per Funk an die Schiedsrichter versandt und ist damit bei schlechtem Wetter oder Objekten, die den Weg blockieren, nicht immer stark genug. Dass der Ball durch das Einsetzen der Spule seine Physik verändert, stimmt allerdings nicht. Damit ist GoalRef immer noch eine gute Möglichkeit, um Tore sicher festzustellen.

Die Torlinientechnik hat Schiedsrichterentscheidungen im Fußball revolutioniert. Nun müssen keine Entscheidungen mehr nach Beobachtungen oder Einschätzungen gefällt werden, denn dank der neuen Technologien ist eine fehlerhafte Auslegung nicht mehr möglich.

1 Kommentar

  1. Herrjeh – wenn´s das 1966 schon gegeben hätte! Weißt ja: da haben uns die Engelländers und der Schiri in Wembley den/einen Weltmeistertitel gestohlen. Du hast das nur gehört, aber ich war mit 15 live dabei, ouuuh!

    Seitdem freue ich mich jedesmal, wenn England im Fußball verliert, egal gegen wen, grins. D ist zwar 2018 früh nach Hause gefahren, aber England hat im Halbfinale gegen Kroatien verloren. Das war ein guter Tag für mich.

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