Raspberry Pi – Ein Mediacenter mit XBMC

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Nun geht es in das wohl meist genutzte Feature vom Raspberry Pi. Ein Mediacenter für 35€. So steht es immer überall geschrieben, das stimmt so leider nicht denn Pflicht ist, wie sonst auch eine SD-Karte, diesmal sollte es ein bisschen Leistungsfähiger sein, da das XBMC beim indexieren von Videodateien in puncto Geschwindigkeit unterstützt werden möchte. Dazu kommt ein HDMI-Kabel und natürlich ein Stromkabel. Ein Ethernet Kabel ist meist noch aus einer alten Technikkiste vorhanden aber ein wirklich mobiles Mediacenter funktioniert nur mit einem WLAN-Stick. Also wird in diesem Beispiel ein Raspberry Pi mit einem USB WLAN-Stick betrieben.

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Los geht’s – Installalation

Bei der Wahl für ein Image gibt es wirklich nur das Raspmc es beinhaltet eine angepasste Version vom XBMC, der Name sowie Aufbau stammen vom XBox Media Center. Bei der Installation ist es diesmal mithilfe vom Raspmc-Installer sehr einfach. Installer herunterladen – SD-Karte auswählen – SD -Karte formatieren – warten bis fertig.

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Danach den Raspberry Pi verkabeln und auf den Monitor starren und warten bis die Installation abgeschlossen ist. Hierfür ist zwingend ein Ethernet-Kabel von Nöten, erst nach der Installation ist ein WLAN-Stick einsatzfähig. Nach der Installation ist natürlich die Frage groß wie das Gerät bedient wird. Über CEC (Consumer Electronics Control) werden Signale von der Fernsehfernbedienung über das HDMI-Kabel zum Raspberry Pi übertragen. Das wiederum wird fast nur von Fernsehern der letzten 4 Jahren unterstützt und beim Kauf des HDMI-Kabel sollte man darauf achten das dass Kabel HDMI Version 1.3 unterstützt. Das es bestimme Versionen bei HDMI-Kabeln gibt war mir auch neu und wird nur durch den Zusatz „Hochgeschwindigkeitskabel“ ausgeschildert.

Hochfahren

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HDMI-Kabel mit dem Fernseher und dem Pi verbinden. Ethernet-Kabel anstecken und vorbereitete SD-Karte in den Slot einschieben. Danach zieht man viele Zeilen an einem vorbei ziehen und ein schöner blauer DOS-Bildschirm wird einem ca. 10-15 Minuten die Zeit rauben. In dieser Zeit kann nur eines machen: Tee oder Kaffee trinken.

Erste Schritte & Übertakten

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Nach der Auswahl der Sprache und dem erneuten Reboot wird man merken das nicht alles auf Anhieb rund läuft aber darum sollte man sich später kümmern. Als erstes wird unter SYSTEM > SYSTEM der Bildschirm kalibriert. Das ist beim XBMC üblich das der Bildausschnitt etwas über den Dimensionen vom eigenen Fernseher liegen. Wenn alle blauen Linien im Sichtbereich liegen sollte man unter PROGRAMME > RASPMC SETTINGS sein WLAN konfigurieren und den Raspberry Pi ein wenig übertakten. Ich habe erstmal das Super Profil genommen um somit die Oberfläche konstant flüssig

Fernsteuerung

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Mit der offiziellen App von XBMC macht es die Bedienung gleich viel einfacher. Keine Fernbedienung, Tastatur oder Maus. Einfach mit dem Smartphone, App ist nämlich für Android auch vorhanden, die ZeroConf Funktion auswählen und schon wird die App, sofern beide sich im selben Netzwerk befinden sich mit dem XBMC verbinden. Von hier aus habt ihr eine komplette Kontrolle über alle Funktionen. Aber nicht nur über die App. Das XBMC verfügt über eine AirPlay Funktion. Sprich alle iOS Geräte können ihre Musik, Video und Bilder direkt über das XBMC auf den Fernseher streamen!

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AddOns

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Für das XBMC stehen zahlreiche AddOns zu kostenlosen Verfügung. Von der ARD Mediathek bis hin zu einer YouTube App. Alles per Klick und ein paar Sekunden Wartezeit installiert. Eine komplette Liste der AddOns gibt es hier.

Man sieht im XBMC für den Raspberry Pi stecken unglaublich viele Funktionen leider für ein bisschen mehr als 30€ aber immerhin gibt es dann noch was zum basteln.

5 Kommentare

  1. Hey Nils, toller Beitrag für Einsteiger.

    Aber die Aussage das es nur ein Mediencenter für den PI gibt, stimmt so nicht. Ich persönlich nutze das wesentlich schlankere OpenElec. Die Software läuft bei mir flüssiger (durchforsten der Sammlung), die Filme starten schneller und es kommt zu weniger Rucklern beim Abspielen.

    1. Insgesamt sind es dann stabile 75€ geworden. Was aber immer sehr schwankt, grade bei den Netzteilen und Speicherkarten kann man auch andere preiswertere Teile nehmen.

  2. Danke für das einfache Tutorial. 75 Euro sind doch auch schon ein super Preis für ein Media Center, obwohl ich wohl auch versuchen werde, das so günstig wie möglich zu realisieren. Das steht bei mir auf jeden Fall als nächstes Projekt an. Zur Zeit bastle ich noch an meiner RasPi-Jukebox, aber sobald das abgeschlossen ist, muss ich mich auch unbedingt um so ein Media Center kümmern.

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