FIFA 21: Die Neuerungen im Test

So sicher wie es jedes Jahr einen 1. Januar gibt, veröffentlicht auch EA Sports jährlich einen neuen Teil der beliebten FIFA-Reihe. Auch in FIFA 21 gibt es wieder ein Kaderupdate und einige Änderungen im Gameplay, Karrieremodus und im Ultimate Team Modus. In diesem Test schauen wir uns die Wichtigsten davon an.

Im Gameplay gibt es zwei wichtige Änderungen: kreativere Läufe und agiles Dribbling. Bei den kreativen Läufen erkennen Offensivspieler freie Räume besser und versuchen in diesen Chancen zu kreieren. Das funktioniert auch gut, fast zu gut. Die Balance zwischen offensiver und defensiver Stärke scheint nicht ganz ausgereift. Oft machen die Defensivspieler schlechte Entscheidungen im Positionsspiel, was dazu führt, dass man als Verteidiger immer auf der Hut sein muss und manuell jeden einzelnen Lauf in die Tiefe abfangen muss. Dadurch hat man wenige Möglichkeiten, den ballführenden Spieler zu stellen, welcher dann genug Zeit für gefährliche Vorstöße hat. Auch in Laufduellen reagieren die KI gesteuerten Spieler zu langsam. Wird ein Verteidiger überlaufen und man will mit einem Innenverteidiger den Raum schließen, während der überlaufene Verteidiger den Gegner verfolgt, bricht jener die Verfolgung ab. Hier muss EA für den nächsten Teil eine bessere Balance finden.

Das agile Dribbling hingegen wird einwandfrei umgesetzt, mit mehr Kontrolle bei einer engeren Ballführung. So kann man sich auch auf engstem Raum gegen die Gegner durchsetzen. Im Vergleich zu den kreativen Läufen ist dieses Feature gut ausgewogen und es hängt vom eigenen Können ab, ob ein Dribbling funktioniert oder nicht.

Im Karrieremodus kann man wie jedes Jahr mit seinem Lieblingsteam um nationalen und internationalen Ruhm spielen. So kann man auch mit dem SC Freiburg die Bundesliga gewinnen, welche in Realität bei Bundesliga-Wetten eine Quote von 4501,00 auf den Titel haben. Eine wichtige Neuerung ist die Wiedereinführung der Spielsimulation mit Eingriffsmöglichkeit. Fans der FIFA-Serie kennen dieses Feature wahrscheinlich noch aus älteren Teilen, wo man auch während der Simulation in die Spiele noch eingreifen konnte. Diese Änderung bringt vor allem in längeren Karrieren mehr Spaß in das Spiel, da man nicht jede Partie spielen muss, aber auch nicht auf die Zufälligkeit der Sofort-Simulation angewiesen ist.

Im Ultimate Team Modus wurden für dieses Jahr die Fitnesskarten gestrichen. Diese Änderung ist gut durchdacht, da man sich so wirklich auf seine Lieblingsspieler und -teams fokussieren kann und nicht mehr ein eigenes Fitnessteam in der Reserve haben muss. Das hat auch zur Folge, dass auf der Bank mehr Platz für Einwechselspieler bleibt und auch Wechsel getätigt werden. Dadurch bringt die Änderung mehr Realismus in den Spielmodi.

Auch kann man sich jetzt ein eigenes Stadion individuell einrichten. Im Prinzip ist das eine vielversprechende Idee, jedoch steht nur eine generische Arena dafür zur Auswahl, was das Ganze dann schnell langweilig macht, wenn man immer im selben Stadion spielt. Dafür wurde bei den Details zu viel Individualisierung erlaubt, so kommt es schon einmal vor, dass man mit grünen Linien spielt, was auf dem grünen Rasen dann kaum sichtbar ist.

Im gesamten sind dieses Jahr nicht alle Änderungen ein Hit, jedoch verbessern ein paar davon das Spiel und macht es auch dieses Jahr wieder zu einem Spaß. Wer gerne mit aktuellen Kadern spielt und sich online mit anderen Leuten messen will, wird auch dieses Mal einen Spaß mit dem Spiel haben. Wer jedoch nur ein Gelegenheitsspieler ist, kann den diesjährigen Teil auch ohne Sorgen auslassen und auf die Neuerungen in FIFA 22 warten.

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