Die unfairsten MMA-Momente

Heute wird’s mal wieder sportlich … oder wohl besser eher unsportlich.

Mixed Martial Arts sind immer mehr im Kommen und besitzen heutzutage beinahe denselben Stellenwert beziehungsweise dieselbe Popularität wie professioneller Boxsport. Mittlerweile haben auch Online-Wettanbieter verschiedenste MMA-Events wie zum Beispiel die UFC in ihr Wettportfolio aufgenommen und bieten vermehrt Quoten auf diverse Kämpfe an.

Wenn zwei Kämpfer im Ring gegeneinander antreten, geht es meist ziemlich heiß zur Sache und die Gemüter kochen bei den harten Fight-Einlagen auch schnell mal über.

Logischerweise geht es dann bei manchen spektakulären Clashes schnell auch mal nicht mehr ganz so fair zur Sache. Aus diesem Grund habe ich hier mal 2 der unfairsten Momente in der Geschichte der MMA aufgelistet:

Gilbert Yvel verprügelt den Schiedsrichter


Beginnen wir gleich mit einem richtigen „Bad Boy“ innerhalb der MMA: Gilbert Yvel.

In seinen jüngeren Tagen war dieser ein so richtig schmutzig kämpfender Fighter – SCHMUTZIG in dem Fall wohl besser in Großbuchstaben geschrieben.

Yvel wurde während seiner Laufbahn drei Mal disqualifiziert. Alle drei Verweise aus verschiedenen Gründen: Beißen, Attackieren der Augen und schließlich einmal wegen Schlagens eines Referees. Letzteres war wirklich seine krasseste Entgleisung.

Egal, ob ein Schiedsrichter einen schlechten Job macht oder ein Kämpfer frustriert ist, es gibt absolut keinen Grund einen Ref körperlich zu attackieren. Man kann nicht erwarten, dass der Unparteiische auf eine solche krasse Aktion vorbereitet ist. Yvel hat es 2004 beim Fight Festival 12 trotzdem getan.

Der Schiedsrichter warf sich mehrmals zwischen die Kämpfer. Yvel war extrem frustriert von diesen Aktionen. Also verpasste er dem Ref aus dem Nichts heraus eine Gerade mit der linken Hand, die diesen auf die Matte schickte. Doch damit nicht genug trat Yvel den am Boden liegenden Mann auch noch – es war ein ungeheuerlicher und zu tiefst beschämender Moment.

Yvels Ruf war nach dieser ungeheuerlichen Sache ziemlich im Keller – er hatte riesiges Glück, dass er nach dieser Kurzschlussaktion nicht komplett alle Sponsoren verlor sowie vollständig aus der UFC ausgeschlossen wurde.

Mike Kyle setzt Attacken nach einem verbotenen Schlag fort

Mike Kyle war ebenfalls ein Kämpfer der eher schmutzigen Sorte. Der Fighter der American Kickboxing Academy zeichnete sich vor allem durch seine Kraft aus, aber sein hitzköpfiges Temperament führte regelmäßig zu Aktionen, die so unfair waren, dass die Leute sie bis heute nicht vergessen haben.

Die schlimmste Aktion lieferte er am 5. Mai 2006 während des WEC 20 im Kampf gegen Brian Olsen. Olsen war gerade am Aufstehen, als im Kyle völlig unvorbereitet das Knie ins Gesicht rammte. Wenn er es dabei belassen hätte, hätte die Sache vielleicht nicht so schlimm geendet. Er hätte immer noch sagen können, dass es ein saudummer Impuls in der Hitze des Gefechts war. Aber es blieb nicht bei diesem unfairen Tritt mit dem Knie (und es war auch nicht das einzige Mal, dass ihm so eine Entgleisung im Ring passierte).

Die Aktion war ganz klar ein schweres Foul. Kyle hätte auch mit schlechtem Timing argumentieren können, da Olson sich eben gerade von der Matte erhob. Aber es blieb ja nicht bei dieser Aktion alleine: als Olsen nach der unfairen Attacke wieder zu Boden sackte, stürzte sich Kyle auf ihn drauf und fuhr damit fort, wild auf seinen sichtlich benommen Kontrahenten einzuprügeln. Sogar als der Schiedsrichter eingriff, um Kyle abzulenken, setzte dieser mit den Schlägen fort.

Es war eine schreckliche Aktion, die schlimm hätte ausgehen können. Gott sei Dank kam Olson relativ glimpflich davon. Der Referee konnte den völlig austickenden Kyle schließlich doch von seinem Gegenüber runterziehen. Olsen war in diesem Moment bloß nur mehr ein bewusstloser Körper gewesen.

Kyle lieferte noch viele weitere äußerst unfaire Aktionen im Laufe seiner MMA-Karriere, aber dieser krasse Aussetzer hier war wohl die größte Unsportlichkeit in seiner sowieso schon langen Liste an Skandalen.

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